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Musiker aus Partnerstadt bereicherten Sommernachtskonzert
- Begeisternder musikalischer Abend im romantischen Osterburkener Stadtgarten – Vielfältiges Programm und beeindruckendes Niveau
Osterburken. In Osterburken weilten über das vergangene Wochenende Gäste aus der französischen Partnerstadt Hondschoote. Eine Gruppe mit Bürgermeister Hervé Saison war am Freitagabend angereist und wurde im Stadtgarten von Bürgermeister Jürgen Galm begrüßt. Am Samstagvormittag kam die zweite Gruppe, darunter Musikerinnen und Musiker des „Orchestre d’Harmonie Hondschoote“. Sie wirkten am Abend beim Sommernachtskonzert der Stadt- und Feuerwehrkapelle mit, das zu einem Genuss für die Zuhörer wurde.
Nach der Begrüßung der Gäste aus Frankreich stand eine Probe für den gemeinsamen Auftritt auf dem Programm. Am Samstagabend erlebten die zahlreichen Besucher beim Sommernachtskonzert der Stadtkapelle in romantischer Atmosphäre im Stadtgarten einen genussreichen Blasmusikabend.
Patricia Dörr vom Vorstandsteam des Musikvereins Osterburken hieß die Besucher willkommen und begrüßte insbesondere Bürgermeister Jürgen Galm und die Gäste aus Hondschoote mit Bürgermeister Hervé Saison an der Spitze. Das gemeinsame Musizieren mit den französischen Freunden mit Pascal Delaeter sei immer eine schöne Sache, betonte Patricia Dörr. Als Übersetzerin fungierte Sonja Letzgus. Sigrid Albrecht führte unterhaltsam und informativ und auch in französischer Sprache durch den Abend.
Das ansprechende Programm des von Musikern aus Osterburken und Hondschoote gemeinsam gestalteten Konzerts unter dem Motto „Pop, Film and more“ wurde mit dem Soul-Hit „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ unter der Leitung von Christian Schuppel eröffnet. Sigrid Albrecht verwies eingangs darauf, dass wegen der Entfernung von 700 Kilometern zwischen den Partnerstädten nur eine gemeinsame Probe stattfinden konnte; sie zeigte sich aber zuversichtliche, dass beim Konzert nichts schiefgehen werde, zumal man im Vorfeld moderne Kommunikationsmittel genutzt habe.
Um es vorweg zu nehmen: Es hat dann tatsächlich alles fantastisch funktioniert; das Konzertprogramm berücksichtigte auch den Zugverkehr auf der nahen Bahnstrecke.
Dem Auftaktstück folgte der ansprechende Titel „Twins“ („Zwillinge“) aus der Feder des Belgiers Jan Hadermann. Weiter ging es mit einem Werk des Komponisten Dizzy Stratford. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich Jacob de Haan, der zu den meistgespielten Blasmusikkomponisten der Gegenwart gehört. Das Werk ist geprägt von einer lyrischen Einleitung und einem lebhafte rhythmischen Teil. Im Solopart für Trompete beeindruckte Cedrik Gesquiere aus Hondschoote.
Mit „Crazy Music In The Air“ spielte man eine weitere Komposition von de Haan. Der erste Teil besteht aus einer Chormelodie, unterlegt von einem Pop-Rhythmus im Schlagzeug. Der zweite Teil ist ein schwungvoller Bossa Nova, in dessen Verlauf sich verschiedene Instrumentengruppen mit variierenden Themen abwechseln. Das Stück wurde von der Kapelle hervorragend interpretiert.
Es folgte das Medley „The Eagles in Concert“. Jacob de Haan hat darin Hits der amerikanischen Band wie u.a. „Hotel California“ klangvoll verwoben.
Nach einer Pause ging es beschwingt weiter mit dem Titel „I will survive“. Das Remake eines der größten Gloria-Gaynor-Hits erlangte zur Fußball-WM 1998 Kultstatus und durfte natürlich nicht fehlen. Die Zuhörer waren begeistert dabei.
Nicht minder erfreuten die Musiker mit „Summer of 69“, einem der bekanntesten Hits des kanadischen Söngers Bryan Vallance (geschrieben wurde der Song von Bryan Adams).
Der Synthesizer-Virtuose Vangelis hat sich mit Filmmusik einen Namen gemacht. Zu seinen bekanntesten Werken zählt das Stück „Chariots of Fire“ aus dem gleichnamigen Film, das die Kapelle in einem gelungenen Blasorchester-Arrangement unter der Leitung von Pascal Delaeter (Hondschoote) zu Gehör brachte.
Unter der Leitung von Christian Schuppel erklangen danach das Medley unter der Überschrift „The Cream of Clapton“ drei Ohrwürmer von Eric Clapton, nämlich „Wonderful Tonight“, „Layla“ und „Tears in Heaven“.
Patricia Dörr dankte namens des Publikums dem Dirigenten Christian Schuppel und den Musikern der Stadtkapelle sowie den Freunden aus Hondschoote mit Pascal Delaeter für den genussreichen musikalischen Abend. Dank galt zugleich der Moderatorin Sonja Letzgus sowie allen Helfern und der Stadt Osterburken für die Unterstützung.
„Musik ist auch die einzige Sprache, die die ganze Weltversteht“, stellte Bürgermeister Jürgen Galm in seinem Grußwort fest und dankte den Musikern für den Konzertabend. Mit dem Miteinander der Musikvereine werde die Städtepartnerschaft weiter gestärkt und gefestigt.
Die Musiker verabschiedeten sich mit der modern arrangierten Ballade „Auld Lang Syne“ („Nehmt Abschied, Brüder“). Zuvor hatte Sigrid Albrecht den französischen Freunden, die keine Kosten und Mühen gescheut haben, um zu diesem Konzert zu kommen, versichert, dass es immer wieder schön und faszinierend sei, mit ihnen zusammenzuspielen.
Die Besucher dankten für den genussreichen musikalischen Abend mit viel Beifall. Als Zugabe erklangen „Golden Hits der Beach Boys“. Standing Ovations folgte eine weitere Zugabe.
kh
Rhein-Neckar-Zeitung
06. Juli 2010
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